Angebot

Coaching: Gewaltschutz & Islamismusprävention in Flüchtlingsunterkünften

Fortbildungen und Beratung zu Gewaltschutz, Deeskalation und Islamismusprävention – praxisnah und mit Blick auf interkulturelle Konfliktlagen sowie patriarchale Strukturen.

Als Trainer für Gewalt- und Extremismusprävention und ehemaliger Gewaltschutzbeauftragter in Flüchtlingsunterkünften verbinde ich fachliche Expertise mit praktischer Erfahrung aus dem Alltag von Unterbringungseinrichtungen. Meine Coachings und Schulungen orientieren sich an den Herausforderungen vor Ort und vermitteln konkrete Ansätze für die Etablierung und Optimierung einrichtungsspezifischer Gewaltschutzkonzepte

Das Angebot umfasst sowohl Fortbildungen für Mitarbeitende und Teams als auch individuelle Beratungen für Leitungen und Gewaltschutzkoordinatoren. Im Mittelpunkt stehen Deeskalation, der Umgang mit interkulturellen Konfliktlagen und der Umgang mit Fällen islamistischer Radikalisierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf soziokulturelle Gewalt- und Extremismusrisiken im Kontext patriarchaler und autoritärer Strukturen.

Moritz Pieczewski-Freimuth
„Schutz vor Gewalt ist ein zentraler Bestandteil menschenwürdiger Unterbringung. Gewaltfreiheit und demokratische Grundwerte sind essentielle Bedingungen für Freiheit, Sicherheit und Integration.“

Basisschulung Gewaltschutz

„Die Feuerwehr übt das Löschen auch nicht erst, wenn das Haus schon brennt. Besser noch als Feuer zu löschen, ist es, Feuer gar nicht erst entstehen zu lassen.“

Die Basisschulung vermittelt grundlegende Gewaltschutzstandards und sensibilisiert Mitarbeitende für ihre Verantwortung beim Aufbau und Erhalt einer sicheren und gewaltfreien Einrichtungskultur. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können wir Gewalt frühzeitig erkennen, verhindern und im Ernstfall sicher handeln?

Zielgruppe

Alle Mitarbeitenden einer Unterkunft: Sozialbetreuung, Fachkräfte, Ehrenamtskoordination, Umfeldmanagement, ErzieherInnen, Verwaltung, Leitung, Sicherheitsdienst, Sanitätsstation, Hausmeisterdienste, Kantinenmitarbeitende und

Inhalte

  • Grundlagen des Gewaltschutzes und verschiedene Formen von Gewalt
  • Gewalt in Flüchtlingsunterkünften: kultur-, migrations- und geschlechtsspezifische Risikofaktoren
  • besonders vulnerable Personen, u. a. LGBTQ-Personen
  • Kindeswohlgefährdung
  • Haltungsarbeit, Rollenklärung sowie Nähe und Distanz
  • Deeskalation und gewaltpräventives Handeln
  • Prävention: Wie verhindern wir Gewalt?
  • Intervention: Umgang mit unterschiedlichen Formen von Gewalt sowie Melde- und Unterstützungswege

Arbeitsweise

Die Schulung wird an die konkreten Bedarfe der jeweiligen Einrichtung angepasst und verbindet Fachinputs mit Fallbeispielen, Reflexion und praxisnahen Übungen. Sie orientiert sich an den Vorgaben des LGSK NRW sowie den Mindeststandards von BMFSFJ und UNICEF. Ein Handout mit konkreten Empfehlungen unterstützt den Transfer in den Arbeitsalltag.

Umfang: Tagesseminar, ca. 6 Stunden zzgl. Pausen, vor Ort oder digital, maximal 20 Teilnehmende.

Vertiefung: Gewaltschutz im Fluchtkontext - tragfähig und interkulturell kompetent

„Gewalt zu verstehen, bedeutet nicht, mit ihr einverstanden zu sein – ganz im Gegenteil.“

Aufbauend auf der Basisschulung befähigt das Vertiefungsseminar Fachkräfte dazu, ein tragfähiges und einrichtungsspezifisches Gewaltschutzkonzept zu etablieren, weiterzuentwickeln und im Unterkunftsalltag effektiv zu verankern.

Zielgruppe

Gewaltschutzbeauftragte, Leitungskräfte, Fachkräfte und Sozialbetreuende mit besonderer Vertrauensfunktion im Umgang mit Gewalt.

Inhalte

  • Schutzkonzeptentwicklung: Wie entwickeln und etablieren wir verbindliche Standards in diversen Teams?
  • Risikoanalyse: Welche strukturellen, sozialen oder kulturellen Faktoren können Gewalt begünstigen?
  • Gewalt im Fluchtkontext: sexualisierte, religiös begründete und sogenannte ehrbezogene Gewalt
  • Interkulturelle Kompetenz: Wie gehen wir mit mutmaßlich kulturell begründeter Gewalt um, ohne sie zu relativieren?
  • Case- und Krisenmanagement: Umgang mit Betroffenen, Tätern und Störern sowie das Durchbrechen von Eskalationsspiralen
  • Netzwerkkompetenz: Welche internen und externen Unterstützungsstrukturen braucht eine Kultur der Gewaltfreiheit? Wann verweise ich wohin?

Arbeitsweise

Das interaktive Mehrtagesseminar verbindet fachliche Vertiefung mit der Bearbeitung konkreter Fälle und Konfliktlagen aus dem Arbeitsalltag. Je nach Bedarf können bestehende Gewaltschutzkonzepte gemeinsam weiterentwickelt oder neue Schutzmöglichkeiten erarbeitet werden. Ergänzend gibt es konkrete Praxisimpulse, Interventionshilfen und Empfehlungen für die Netzwerkarbeit.

Umfang: 2–3 Seminartage à ca. 6 Stunden zzgl. Pausen, vor Ort, maximal 20 Teilnehmende.

Umgang mit islamistischer Radikalisierung in Flüchtlingsunterkünften

„Die Frage ist nicht, ob Radikalisierung in Flüchtlingsunterkünften stattfindet. Die Frage ist, wie wir diese Orte so gestalten, dass radikale Ideologien dort keinen fruchtbaren Boden mehr finden.“

Flucht- und Migrationsprozesse können mit besonderen Vulnerabilitäten einhergehen, die extremistische Akteure für ihre Ansprachen nutzen. Die Schulung sensibilisiert Mitarbeitende für islamistische Narrative und Radikalisierungsprozesse und stärkt ihre Fähigkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen, Schutzfaktoren zu stärken und bei Verdachtsmomenten sicher zu handeln.

Zielgruppe

Sozialbetreuung, Fachkräfte, Leitung und Sicherheitsdienst

Inhalte

  • Grundlagen des Islamismus: demokratiefeindliche politische Ideologie, Abgrenzung zwischen religiösem Bekenntnis und Extremismus, Strömungen und Akteure
  • Vulnerabilitäten im Fluchtkontext: Zielgruppen islamistischer Ansprachen sowie Opfer- und Feindbilder des Islamismus
  • Radikalisierungsprozesse: Risiko- und Resilienzfaktoren, Rekrutierungs- und Missionierungsstrategien
  • politische Ereignisse als mögliche Katalysatoren
  • Indikatoren für Radikalisierung und Extremismus sowie aktuelle Organisationen und Trends
  • Handlungssicherheit: Umgang mit Verdachtsmomenten, Gesprächsführung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Melde- und Unterstützungswege

Arbeitsweise

Die Schulung ist tagesaktuell, empirisch fundiert und konsequent praxisorientiert. Inhalte und Fallbeispiele werden auf die Bedarfe der jeweiligen Einrichtung zugeschnitten. Ziel ist es, islamistische Narrative und Rekrutierungsstrategien zu erkennen, Warnsignale einzuordnen und Handlungssicherheit für Prävention und Intervention zu gewinnen.

Umfang: Tagesseminar, ca. 6 Stunden zzgl. Pausen, vor Ort, maximal 20 Teilnehmende.

Interesse an einer Zusammenarbeit?

Sie möchten den Gewaltschutz oder Umgang mit Radikalisierung in Ihrer Einrichtung stärken, Mitarbeitende fortbilden oder benötigen Hilfestellung bei der Umsetzung Ihres Gewaltschutzkonzeptes? Sprechen Sie mich gerne an. Gemeinsam finden wir ein passendes Format für Ihren Bedarf.